Raus aus dem Klassenzimmer, rein in die betriebliche Praxis! Wie spannend und lehrreich Ausbildung sein kann, erlebten angehende Technische Konfektionärinnen und Konfektionäre des Richard-Riemerschmid-Berufskollegs aus Köln bei einem Besuch des Unternehmens Musculus. Besonders schön: Ein Auszubildender konnte seinen Mitschülern zeigen, wie sein Arbeitsalltag aussieht.
Wie werden theoretische Ausbildungsinhalte im Betrieb umgesetzt? Welche Arbeitsschritte stecken hinter den Produkten? Und wie sieht der Alltag in einem Unternehmen der technischen Konfektion tatsächlich aus?
Antworten auf diese Fragen erhielt die Mittelstufe der angehenden Technischen Konfektionärinnen und Konfektionäre bei ihrem Besuch der Firma Musculus.
Die Schülerinnen und Schüler konnten zahlreiche Inhalte aus dem Berufsschulunterricht in der betrieblichen Praxis wiedererkennen. Die Einblicke in Arbeitsabläufe und Fertigungsprozesse stießen auf großes Interesse und machten deutlich, wie eng theoretisches Wissen und praktische Fertigkeiten miteinander verbunden sind.
Für einen Teilnehmer war der Besuch eine besondere Gelegenheit: Aliou absolviert seine Ausbildung bei Musculus und konnte seinen Mitschülerinnen und Mitschülern seinen eigenen Ausbildungsbetrieb vorstellen.
Dabei war ihm der Stolz deutlich anzumerken. Schließlich ist es etwas Besonderes, den eigenen Arbeitsplatz zu präsentieren und zu zeigen, wie das in der Schule Gelernte im Berufsalltag Anwendung findet.
Für Sandra Musculus, Präsidentin des ITRS, ist die Förderung des Branchennachwuchses seit Langem ein wichtiges Anliegen. Sie engagiert sich aktiv für die berufliche Ausbildung und die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Bildungseinrichtungen.
Der Besuch der Berufsschulklasse verdeutlichte einmal mehr, welchen Mehrwert der direkte Austausch zwischen Schule und Betrieb bietet. Junge Menschen erhalten Einblicke in die Arbeitswelt, können Zusammenhänge besser verstehen und entwickeln ein stärkeres Bewusstsein für die Möglichkeiten ihres Ausbildungsberufs.
Gut ausgebildete Fachkräfte sind entscheidend für die Zukunft der Branche. Umso wichtiger sind Gelegenheiten, bei denen junge Menschen ihr theoretisches Wissen mit praktischen Erfahrungen verknüpfen können.
Der Besuch bei Musculus zeigte, wie lebendig Ausbildung sein kann, wenn Berufsschule und Unternehmen eng zusammenarbeiten.
Denn wer erlebt, was hinter seinem Beruf steckt, entwickelt nicht nur Fachwissen, sondern auch Begeisterung für die eigene berufliche Zukunft.
Bildnachweis: Claudia Reifenstein